„Muss ich selber aufräumen?“

„…und was macht dann der Hüttenwart?“

Unsere Hütten sind Selbstversorgerhütten – sie sind nicht bewirtet. Jeder Besucher ist also gehalten, die Hütte so zu verlassen, wie er sie vorzufinden wünscht – auch, wenn es da durchaus unterschiedliche Vorstellungen zum Thema Sauberkeit gibt. 

Diese unterschiedlichen Vorstellungen unter einen Hut zu bringen ist eine der Aufgaben unserer Hüttenwarte. 

Unser Hüttenwart Niko hat mal aufgeschrieben, was im Laufe einer Woche „sonscht no“ zu tun war:


Auch die Küche braucht ab und zu eine „Grundreinigung“:


Und der Kochherd kann nur betrieben werden, wenn die Asche gelegentlich entfernt wird und die Ofentüren funktionieren:

Ergebnis: ein ganzer Eimer voll Asche


Ihr seht, die Hüttenwarte haben mehr zu tun, als Wolldecken richtig rum zu falten. 

(Fotos: T.Daniek, N. Reimann)

Wegewart gesucht!

Die Sektion sucht dringend einen Wegewart. Du bist eh oft und gerne in unserem Revier unterwegs, kennst das Wegenetz, kannst eine Handsäge, einen Fotoapparat und eine Schaufel bedienen? Vielleicht auch einen kleinen Farbtopf für die Wegemarkierungen?

Du willst dazu beitragen, dass sich Bergsteiger und Wanderer in unserer Heimat sicher und umweltschonend bewegen, ohne sich zu verlaufen? 

Du bist eines von 3000 Vereinsmitgliedern, das sein Hobby zum Ehrenamt machen möchte?

Das Arbeitsgebiet unserer Sektion erstreckt sich ausgehend von der Bleckenau über die Ahornspitze und Gumpelkarspitze im Norden, über die Hochblasse im Osten, den Kreuzkopf und Dürrenberg im Süden, bis zum Säuling und Gassenthomaskopf im Westen.In diesem Gebiet sind wir für die Wanderwege zuständig, die vom Wegewart immer wieder überprüft und in Stand gesetzt werden müssen. Größere Maßnahmen werden im Team erledigt oder ggf. an Firmen vergeben. 

Am vergangenen Wochenende hat der Vorsitzende der Sektion Füssen selbst die Rolle des Wegewartes übernommen:


Peter sorgte nicht nur für die Einweisung und Auftragserteilung…


…sondern auch für die Energiezufuhr. 

Im Laufe des Samstagvormittags wurden so auf den gängigen Wegen Latschen zurückgeschnitten, Felsbrocken entfernt, verdrehte Wegweiser befestigt und größere Schäden durch Ausspülung, Schnee- und Windbruch dokumentiert. 

Immerhin vier Helfer fanden sich ein. Bestimmt hatten alle anderen gute Gründe, sich den Samstag im Tal zu vertreiben…

Zur Belohnung gab’s von den Hüttenwirten eine Brotzeit: 


Vielen Dank an alle Helfer!

Mit Kindern auf Hütten

Seit diesem Frühjahr ist unsere Fritz-Putz-Hütte offiziell in den Kreis der besonders familiengeeigneten Hütten aufgenommen worden. 

Die Kriterien dafür hat der DAV unter anderem so benannt:

  • Altersgemäße Touren-, Erlebnismöglichkeiten
  • Zustieg altersgemäß gestaffelt
  • Hüttenumfeld geeignet für (Naturerlebnis-)Spiele
  • Familienfreundliche Gastlichkeit
  • Verpflegung in Preis und Zubereitung kinderfreundlich
  • Ausstattung kindgerecht (Spiel- und Lesematerial, Tagesraum für Familien, Hochstühle, etc.)

Als Selbstversorgerhütte sind wir ganz besonders in Sachen „Verpflegung“ besonders familienfreundlich: die Eltern wissen am besten, was dem Nachwuchs schmeckt… und der Einkauf für ein Hüttenwochenende ist auch nicht teurer als für daheim. 


Auf unserer Hütte übernachten Kinder bis 13 in Begleitung ihrer Eltern oder eines Elternteils kostenlos. Eine allein erziehende Mutter mit ihren drei Kindern, die schon öfter bei uns zu Gast war, sagt: „Für 12 Euro kommen wir mal raus von daheim und können zu viert ein wunderschönes Bergwochenende verbringen. Das gibt die Familienkasse noch her.“



Unsere Hüttenwarte kennen das Wegenetz in der Region genau und können Euch auch familiengeeignete Touren empfehlen, die dem Nachwuch den Spaß an Bewegung in der Natur nicht gleich verleiden. 

Wer mehr zum Thema erfahren will, kann sich auf der Homepage des DAV informieren: 

Mit Kindern auf Hütten
Für die Generation Ü13 (und ihre Beobachter) ist übrigens die Erfahrung sehr interessant, dass auch ganz ohne Internet Tageszeiten und Wetter wechseln, und die Welt überhaupt sich ohne online zu sein von ganz alleine weiterdreht. Auf der Fritz-Putz-Hütte ist nämlich Funkloch. Wer nach dem WLAN fragt, erntet verständnisvolles Nicken, nicht mehr. 

Also kommt, und bringt Eure Kinder mit. Ihr seid herzlich willkommen. 

Das Frühjahr auf der Hütte


Spät kam der Winter dieses Jahr, aber er blieb um so länger. Und er überraschte uns mit viel Schnee, selbst als längst die Ski wieder auf dem Dachboden lagen und die Sportgeschäfte ihr Sortiment auf E-Bikes und Bademoden umgestellt hatten. 


Und noch am 24. April war ohne Ketten kein Heraufkommen, um unsere Hütte zu versorgen.


Noch an Christi Himmelfahrt, am 5. Mai, hielten sich hartnäckig Schneereste hinter der Hütte. 

Der Vatertag wurde traditionell mit einer Bergmesse gefeiert, das schöne Wetter lockte viele Besucher auf die Hütte. Musikalisch umrahmt wurde die Bergmesse vom Musikverein aus Waal – eine tolle Truppe. Noch am Vorabend gewannen die Musiker die Zustimmung aller Anwesenden, um noch Stunden nach Beginn der Hüttenruhe aufzuspielen. Mit den eher getragenen Klängen bei der Bergmesse hatte diese Musikprobe jedoch nicht viel gemeinsam. 



Der Holzschopf hinter der Hütte ist in die Jahre gekommen und undicht geworden. Er wurde ausgeräumt, teilweise abgebrochen und wird wohl über kurz oder lang einem Ersatzneubau weichen. 


Auch die Werkstatt und die Garage für die Schneefräse werden wohl irgenwann neu aufgebaut werden. 

Für so eine Schneefräse gibt es ja mehrere Garagentorlösungen: Das Rolltor ist die billigste und einfachste – zahllose Rolltore an landwirtschaftlichen Schuppen und Scheunen beweisen das. Wenn das Tor innen geführt wird, kann es auch bei hohem Schnee geöffnet werden. 

Nach innen öffnende Torflügel sind natürlich die Luxus-Variante, viele Pistenbullis sind so untergebracht. Nachteil: der hohe Platzbedarf im Inneren, der die Tiefe des Baus vergrößert. 

Die denkbar ungünstigste Lösung haben wir jetzt gerade: nach außen öffnende Torflügel, die erst einmal freigeschippt werde müssen, um an Schneeschaufeln und Schneefräse zu gelangen. 

Also, für die Planer (und Finanziers) unserer neuen Garage: Rolltor. Innen geführt. 

Jetzt, Mitte Juli, hat der Säulinggipfel zwar noch einen weißen Tupfer bekommen, aber wir genießen den Bergsommer und wissen den Winter noch weit weg.

Euch allen viel Freude am Berg!

Indian Summer in der Bleckenau

Liebe Freunde des Hüttenblogs, 

nach dem traumhaften Sommer färbt der Herbst die Blätter bunt – und mahnt daran, die Vorbereitungen für den Winter voranzubringen. Glaubt man namhaften Wetterexperten, dann soll uns ein langer, schneereicher Winter bevorstehen. Wer’s nicht glaubt, der kann sich im Internet gelegentlich mit den Begriffen „Benediktbeuern“ und „Königskerze“ versuchen. 

Wir haben uns schon vor Wochen um den Brennholzvorrat gekümmert – für nächstes Jahr. Die mächtige Buche, die bis zum Hüttenumbau vor dem Eingang stand, wurde mit vereinten Kräften in handliche Scheite zerkleinert. 

   
    
   

Viele Schubkarren später war auch ein Graben um die Hütte ausgehoben, inzwischen ist der Sockel verputzt – und jetzt muß der Kies nur noch wieder zurück. 

Neu im Team der Hüttenwarte ist Nico aus Füssen, er wird demnächst hier vorgestellt. Seine praktische Veranlagung hat er beim Umbau der Hütte schon oft und fleißig unter Beweis gestellt. Willkommen in der Mannschaft! 

Freuen wir uns gemeinsam auf schöne Tage in den Bergen, bevor wir die Schi und die Schneeschuhe aus dem Keller holen. Einen kleinen Vorgeschmack gab es am letzten Wochenende schon: 

   
   
Euch allen eine gute Zeit, noch viele schöne Bergfahrten – und vielleicht bald mal wieder auf einer unserer Hütten, 

wünscht Euer Tobias

Regen im Mai bringt Wohlstand und Heu…

…wer also, liebe Freunde des Hüttenblogs, über die Anschaffung eines neuen Rasenmähers nachdenkt, soll schon mal Kataloge wälzen. 

Ein Dauerthema seit dem Hüttenumbau war der neue Trockenraum. Hatte der „alte“ Trockenraum noch Anteil am Kachelofen, so war der neue Trockenraum zunächst ohne Warmluftzufuhr. Das hat sich jetzt geändert: 

   

Der abgewinkelte Flachkanal bringt die warme Luft vom Stubenofen in den Trockenraum und sorgt auch bei 40 nassen Jacken und Schuhpaaren für ein trockenes Raumklima. Nebenbei könnt Ihr den pflegeleichten Boden, die Sitzbänke mit den Schuhablagen und die Garderobenhaken bewundern. Hier ein Detail: 

 

Und auch die Hüttenschuhe sind ordentlich verräumt, ebenso die Putzutensilien. Jetzt gibt es keine Ausreden mehr, um mit Bergstiefeln in der Hütte rumzutappen und hinterher nicht sauberzumachen. 

 

 

Noch eine Neuerung: unser Kühlschrank, der lange Jahre treue Dienst geleistet hat, hats nicht mehr getan. Deshalb haben wir auch hier in eine Verbesserung zu Euren Gunsten investiert: 

 

  

Das untere Bild ist übrigens schon ein ganz gutes Beispiel: wenn Ihr die Hütte verlasst, dann achtet bitte darauf, dass der Kühlschrank wirklich leer ist und ausgewischt wurde. Gerade bei mehreren Gruppen ergibt sich da oft ein gewisser Abstimmungsbedarf… Speisereste nimmt der Kompost auf, aber bestimmt nicht der Bergwanderer, der Tage (oder Wochen) später mal einen Blick in den Kühlschrank wagt. 

Nutzt die Hütte, erholt Euch, trefft nette Leute, genießt die Berge, zeigt Euren Kindern die Geheimnisse der Natur. Bis bald, Euer